Ein Platz der Stille im kargen und wilden Alentejo lädt Sie ein

Ein Motorradtrip zum westlichsten Punkt vom kontinentalen Europa

„Aqui… onde a terra se acaba e o mar comeca“ – hier… wo die Erde aufhört und das Meer beginnt –  beschrieb schon Luiz de Camoes den Cabo da Roca.

Dieser Felsen gilt als der westlichste Punkt des kontinentalen Europas. Da klingeln einem studierten Geograph wie mir natürlich alle Glocken des Wissenwollens. Und so nehme ich dies als ein willkommene Gelegenheit von Lissabon aus, eine Motorradtour an die Westküste von Nordportugal zu starten.

An einem frühen Samstagmorgen gehen die Lissaboner wohl noch anderen Tätigkeiten nach, denn die Straßen sind wie leergefegt. Selbst die Prachtstraße Avenida de Liberdade, die ihre französischen Schwester Avenue des Champs-Élysées in punkto Schönheit bei weitem übertrifft, befindet sich noch im Morgenschlaf und die Ampeln sind auf Dauergrün geschaltet.

Entlang dem Tejo deuten die vielen Bars und Restaurants von einem aktiven Nachtleben, doch nun sind sie verschlossen und rüsten sich still und leise für die kommende Nacht.

Diese Ruhe überträgt sich rasch auf mich und so fällt es mir leicht, mit einer angenehmen Reisegeschwindigkeit die Uferstraße des Tejos zu genießen. Nach ein paar Kilometern öffnet sich die Mündung des Tejos und das offene Meer zeigt sich von seiner schönsten Seite.

Vereinzelt liegen draußen Frachter vor Anker und warten ungeduldig auf einen Ruf der Hafenmeisterei zur Löschung der Ladung.

Immer wieder fallen mir die zahlreichen Jogger und Radsportler auf, welche von den wärmenden Strahlen der Februarsonne auf die gut ausgebauten Lauf- und Fahrradstrecken gelockt werden.

Die frische Meeresbrise weht in mein geöffnetes Visier und bei einem aufkommenden Glücksgefühl bemerken meine Lippen ihren salzigen Geschmack. Und so fahre ich unvermittelt auf einen leeren Parkplatz, halte an und höre das rauschende Meer, das sich in den Felsen bricht.

Bizarre Felsen formte das nimmermüde Meer und lassen der Fantasie jegliche Freiheit, ein Tier oder ein anderes Wesen darin zu sehen. Auf einem Felsvorsprung kämpfen zwei Männer ihren ganz eigenen Kampf mit dem Meer und werfen kraftvoll die schweren Bleigewichten ihrer Angeln hinaus in die tobenden Wellen der meterhohen Brandung.

Immer wieder zweigt eine kleine Straße ab, die zu einem Strandabschnitt mit Sandstrand führt. Die Größe der verlassenen Parkplätze zeugt von dem Massenansturm strandhungriger Lissaboner, die der drückenden Hitze des Sommers ihrer Stadt entkommen wollen. Jetzt sind die Zahlhäuschen verrammelt und am Strand tummeln sich neben Schwärmen von immerhungrigen Möwen nur vereinzelt barfußlaufende Winterfrischler.

Ein Blick auf die weiterführende Küstenlinie verspricht eine noch spannende Fahrt zum Cabo da Roca. Die Landstraße führt in vielen Kurven durch Wälder von Schirmkiefern, in deren ausladende Schatten hin und wieder Rastplätze den Autotourist zur Pause einladen.

Diese kurvigen Strecken sind für den Motorradfreund ein wahrer Schmaus. So knattere ich mit der 650 GS beschwingt von einer S-Kurve in die nächste und hätte um ein Haar die Abfahrt zum Cabo da Roca übersehen.

Die Namen der Gaststätten und auch die Miniaturleuchttürme der kleinen Geschäfte weisen den weiteren Weg und es sind tatsächlich nur noch wenige Kilometer Fahrstrecke.

Nach einer gewaltigen Linkskurve baut sich direkt vor mir ein Leuchtturm mit seinen Versorgungsgebäuden auf. Diesen Moment will ich natürlich dokumentarisch festhalten und fahre umgehend rechts ran.

Nun sind es nur noch ein paar Meter und dann befinde ich mich tatsächlich am westlichen Punkt vom kontinentalen Europa. Auf einer Tafel sind die genauen Koordinaten geschrieben:
38° 47’ nördlichen Breitengrad und
9° 30’ westlicher Längengrad.

Das ist sogar westlicher als Cabo Sao Vincente, der an der Algarve mit den Koordinaten 37° 04’ nördlicher Breite und 8° 57’ westlicher Länge den südwestlichsten Punkt von Kontinentaleuropa markiert.

Der Aussichtspunkt liegt 144 Meter über dem Meer und bietet beeindruckende Blicke auf die raue Felsenküste, in deren steil abfallenden Wänden neben vielen Seevögeln auch diverse Falkenarten nisten.

Der im Jahre 1772 erbaute Leuchtturm steht erhaben auf dem Felsplateau und dient mit seinem weitreichenden Leuchtfeuer noch heute der Schifffahrt als Weg- und Navigationspunkt.

Der Leuchtturm dient aber nicht nur der Schifffahrt als markanter Punkt. Er bietet die pittoreske Kulisse für einen Presse Lauch des neuen Opel Insignia 2.0 BiTurbo CDTI. So bevölkern Dutzende von Autojournalisten den überschaubaren Parkplatz und besprechen lautstark vor laufenden Kameras die neueste Entwicklungsstufe des Dieselmotors.

Müßiggängerisch beobachte ich das Treiben und es drängt sich mir der Eindruck auf, dass viele dieser Journalisten von etwa ganz anderem als der Einmaligkeit des „Twin-Cooler-Systems“  eines Turboladers begeistert sind: Hier hört augenscheinlich das Land auf und es beginnt das Meer.

Bizarre Felsen formte das nimmermüde Meer und lassen der Fantasie jegliche Freiheit, ein Tier oder ein anderes Wesen darin zu sehen.

Zwei Männer kämpfen mit dem Meer und werfen kraftvoll die schweren Bleigewichten ihrer Angeln hinaus in die tobenden Wellen der meterhohen Brandung.

Immer wieder zweigt eine kleine Straße ab, die zu einem Sandstrand führt.

Um ein Haar habe ich die Abfahrt zum Cabo da Roca übersehen.

Nach einer scharfen Linkskurve baut sich direkt vor mir ein Leuchtturm mit seinen Versorgungsgebäuden auf.

Der Leuchtturm dient der Schifffahrt als markanter Punkt.

Der im Jahre 1772 erbaute Leuchtturm steht erhaben auf dem Felsplateau und dient mit seinem weitreichenden Leuchtfeuer noch heute der Schifffahrt als Weg- und Navigationspunkt.

Der Aussichtspunkt liegt 144 Meter über dem Meer und bietet beeindruckende Blicke auf die raue Felsenküste, in deren steil abfallenden Wänden neben vielen Seevögeln auch diverse Falkenarten nisten.

Advertisements

Eine Antwort

  1. Smi

    Toller Bericht. Wir fahren im April 2017 nach Cabo da Roca und nach Tarifa/ESP.

    Januar 12, 2017 um 12:26 am

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s