Ein Platz der Stille im kargen und wilden Alentejo lädt Sie ein

Aktivitäten

Sternenhimmel über der Serra do Serpa – Ein Zeitrafferfilm von Ralf Hettich

Es sind nur 22 Sekunden, doch dem Betrachter zeigt sich der Sternenhimmel  über der Serra do Serpa in seiner ganzen Pracht und unendlicher Schönheit. Die Milchstraße wandert scheinbar dem Nachthimmel entlang und übt eine starke Faszination auf den Wissbegierigen aus.

 

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In den Sūqs von Tanger

Als Mittelpunkt des Kleinhandels und Handwerks haben sich in den alten Innenstädten der arabischen Welt die Sūqs etabliert. Dicht beieinander liegend, findet der eilige Käufer meist Geschäfte mit einem ähnlichen Warenangebot.

Die Warenlager sind über kurze Verbindungen zu erreichen und so ist eine gute und direkte Versorgung der Einwohner mit den alltäglichen Lebens- und Haushaltsmitteln gewährleistet.

In den letzten Jahrzehnten haben die Touristen diese exotischen Plätze für sich entdeckt und drängen sich zusammen mit den Einheimischen  an den Verkaufsständen vorbei.

Für diese kaufkräftigen Reisenden etablierte sich auch das Kunsthandwerk. Die Faszination für den Fremden liegt wohl auch darin, dass er – zumindest teilweise – den Herstellungsprozess beobachten kann.

In den Handwerksläden der westlichen Welt  werden dagegen nur noch Endprodukte verkauft. Und diese stammen überwiegend aus dem großen Reich der Mitte.

Handgeknüpfte Teppiche sind für Touristen natürlich von besonderem Interesse. So sehen es zumindest die Teppichhändler und bieten in einer wortgewaltigen Verkaufsvorführung ihre Ware feil.

Im Schnellkurs erlernt der Wissbegierige die Kunstfertigkeit und Geheimnisse des Teppichknüpfens. Die Versicherung, dass die Teppiche selbstverständlich nicht das Werk von Kinderarbeit sind, kommt sehr deutlich und glaubhaft hinterhergeschoben.

Die Teilnehmer der Reisegruppe sind von der Hatz durch die Sūqs jedoch zu erschöpft, um auf das eindringliche Angebot zum Feilschen einzugehen. Die Teppiche wechseln heute wohl nicht den Besitzer und so kann sich der Boss an seinem Schreibtisch müssiggängerisch mit den gestrigen Bestellungen in die ganze Welt hinaus beschäftigen.

Für den Ruhesuchenden steht extra ein Bürostuhl bereit. Der Anschein besagt, dass er wohl schon von vielen in Anspruch genommen wurde.

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In den Gassen von Tanger

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„Meine Damen und meine Herren“, mit diesen Worten beendete Achmed beinahe jeden seiner Sätze. Achmed war der einheimische Touristenführer, der eine kleine Gruppe von deutschsprachigen Tagesausflüglern durch die Gassen von Tanger geleitete.

Achmed machte seine Sache sehr gut. Deutsch hat er in der Schule gelernt und darauf war er sehr stolz. Mit Stolz erfüllte ihn auch sein Land, seine Stadt, seine Heimat. Gekleidet in der landestypischen Art schleuste er uns durch die vielen kleinen Gassen, schmalen Hausdurchgängen und nicht mehr nachvollziehbaren Abkürzungen.

Im Sauseschritt sah ich eine Welt, wie ich sie bisher nicht erlebt hatte. Aufgrund des Ramadans waren viele Geschäfte geschlossen und die meisten Türen verriegelt. Dadurch bot sich in den Gassen ein meist menschenleeres Bild.

Nur gelegentlich huschten Frauen mit ihren Einkäufen über die sauberen Pflaster oder ein einsamer Mann beäugte gelassen auf dem Stuhl sitzend die staunenden Europäer.

Und nur sporadisch öffnete ein Krämer seinen Laden um die Menschen mit den notwendigsten Lebensmittel zu versorgen. Diese Ruhe verstärkte sich durch die aufkommende Mittagshitze  des Augustes. Am frühen Nachmittag fanden sich nur in den größeren Geschäftsstraßen Menschen ein, wobei die neugierigen Tagestouristen das Gros ausmachten.

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Tagesausflug nach Sevilla

Sevilla liegt nur 2 Autostunden vom Monte Leva Tempo entfernt. Nach einem kleinen Frühstück brechen Wolfgang und ich mit dem Auto zu diesem Tagesausflug auf. Die spanischen Straßen sind gut ausgebaut, nur wenig frequentiert und so erreichen wir in gerade mal 2 Stunden die Hauptstadt von Andalusien.

In Sevilla angekommen führt uns das Navigationsgerät sicher zu einer Tiefgarage mitten in der Altstadt. Von dort aus sind es nur ein paar Meter zum Metropol Parasol. Dieses Kunstwerk wurde erst 2011 fertigestellt und bildet mit seiner wabenartigen Dachstruktur eine imposante gar luftige Konstruktion. Sie erinnert an einen übergroßen Pilz und so nennen ihn die Spanier auch „las setas“.

Beim Schlendern durch die engen Gassen von Sevilla bieten sich immer wieder Einblicke in die Innenhöfe der Stadthäuser. Meist sind die Eingänge mit kunstvollen schmiedeeisernen Türen ausgestattet und halten so allzu neugierige Menschen fern. Solch ein Patio bildet ein Hort der Ruhe und Gelassenheit und ist besonders in der heißen Sommerzeit ein begehrter Platz für den nachmittäglichen Müßiggang.

Ganz in der Nähe der berühmten Kathedrale von Sevilla befindet sich der Alcázar Real, der königliche Palast mit seinen großzügig und liebevoll angelegten Gärten. Hier verweilt noch heute der Spanische König bei seinen Besuchen von Sevilla.

Der Alcázar ist ein weitläufiger Komplex aus verschiedenen Bauelementen, der zu den am besten erhaltenen historischen Bauwerken Spaniens zählt. Neben den maurischen und frühchristlichen Bauten herrschen vor allem Einflüsse aus der Gotik vor, die unter der Herrschaft von Karl V. und Philipp II., den „katholischen Königen“ in die Architektur Einzug hielten. In zahlreichen Sälen zeigte sich uns die übewältigende Schönheit des majestätischen Bauwerks.

Lange saßen wir auf einer Bank im Garten und nahmen im Schatten der hochgewachsenen Palmen die geschichtsträchtige Stimmung in uns auf.

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Farbenspiel am Pulo do Lobo – Rio Guadiana

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Azenhas do Mar – Ein magischer Ort an der Felsküste des Atlantiks

Nördlich von Cabo da Roca reihen sich in den Buchten der Felsenküste zahlreiche Sandstrände an. Von der Hauptstraße aus führt alle paar Kilometer eine untergeordnete Straße hinab zu kleinen Orten, deren Strände im Winter von hohen und kalten Wellen des Atlantiks und in den Sommermonaten von sonnenhungrigen Urlaubern überflutet werden.

Mit dem Motorrad lasse ich mich von einem zum nächsten Ort treiben und nur umherstreunende Hunde, die sich mit stoischer Haltung den international geltenden Verkehrsregeln verweigern, verlangen meine Aufmerksamkeit.

Immer wieder suchen meine Blicke die kräuselnden Wellen des Atlantik, die auch bei den winteraktiven Wellenreitern einen hervorragenden Ruf erhalten haben. Besonders beliebt ist hier das Surfen bei einem ablandigen Wind, der bei den stramm von den Weitens des Atlantiks heranmarschierenden Wellen erst ein spätes Brechen garantiert.

Manchmal laufen diese Wellen auf rekordverdächtigte Höhen auf und so fand im vergangenen November ein Ritt auf einer 24 Meter hohen Welle Eingang in das Guiness-Buch der Rekorde. Dazu habe ich hier einen Videolink gefunden:

http://www.spiegel.de/video/video-1195858-embed.html#width=640&color=000000&bgcolor=ffffff

Kurz verweilten meine Gedanken in der Vorstellung solch  einer über 20 Meter hohen Welle und so lenkte ich geistesabwesend meine BMW auf der Küstenstraße dahin.

Immer wieder erhaschte ich malerische Orte der Steilküste. Doch für einen kurzen Moment ergab sich mir ein besonders imposanter Blick. Wow, was war das?

Das wollte ich mir genau ansehen. Rasch drehte ich auf der verkehrsarmen Straße um und bog auf einen unscheinbaren Parkplatz ein. Noch ein paar Schritte um ein zerfallenes Restaurant herum und dann offenbarte sich der pittoresker Ort namens Azenhas do Mar.

Das Weiß dieser, direkt auf den Küstenfels gebauten Häuser leuchtet mit dem Weiß der Brandung um die Wette. Und der massive Fels scheint nicht nur für die Menschen sondern auch für immergrüne Büsche und Bäume eine Heimat zu sein.

In der kleinen Bucht bietet ein schmaler Sandstrand wohl nur bei Ebbe ein Badevergnügen und das etwa höher gelegene Restaurant lädt bei Dorade und Vinho Verde zu einem unverbauten Blick in Richtung Amerika ein.

Lange zieht mich dieser magisch wirkende Ort an und so nehme ich die Gelegenheit war und lasse genüsslich auf einer kleinen Bank sitzend, die Füße meiner Seele baumeln.

Nördlich des Cabo da Roca reihen sich in den Buchten der Felsenküste zahlreiche Strände an.

Das Weiß dieser, direkt auf den Küstenfels gebauten Häuser leuchtet mit dem Weiß der Brandung um die Wette.Der massive Fels scheint nicht nur für die Menschen sondern auch für immergrüne Büsche und Bäume eine Heimat zu sein.

In der kleinen Bucht bietet ein schmaler Sandstrand wohl nur bei Ebbe ein Badevergnügen und das etwa höher gelegene Restaurant lädt bei Dorade und Vinho Verde zu einem unverbauten Blick in Richtung Amerika ein.


Ein Motorradtrip zum westlichsten Punkt vom kontinentalen Europa

„Aqui… onde a terra se acaba e o mar comeca“ – hier… wo die Erde aufhört und das Meer beginnt –  beschrieb schon Luiz de Camoes den Cabo da Roca.

Dieser Felsen gilt als der westlichste Punkt des kontinentalen Europas. Da klingeln einem studierten Geograph wie mir natürlich alle Glocken des Wissenwollens. Und so nehme ich dies als ein willkommene Gelegenheit von Lissabon aus, eine Motorradtour an die Westküste von Nordportugal zu starten.

An einem frühen Samstagmorgen gehen die Lissaboner wohl noch anderen Tätigkeiten nach, denn die Straßen sind wie leergefegt. Selbst die Prachtstraße Avenida de Liberdade, die ihre französischen Schwester Avenue des Champs-Élysées in punkto Schönheit bei weitem übertrifft, befindet sich noch im Morgenschlaf und die Ampeln sind auf Dauergrün geschaltet.

Entlang dem Tejo deuten die vielen Bars und Restaurants von einem aktiven Nachtleben, doch nun sind sie verschlossen und rüsten sich still und leise für die kommende Nacht.

Diese Ruhe überträgt sich rasch auf mich und so fällt es mir leicht, mit einer angenehmen Reisegeschwindigkeit die Uferstraße des Tejos zu genießen. Nach ein paar Kilometern öffnet sich die Mündung des Tejos und das offene Meer zeigt sich von seiner schönsten Seite.

Vereinzelt liegen draußen Frachter vor Anker und warten ungeduldig auf einen Ruf der Hafenmeisterei zur Löschung der Ladung.

Immer wieder fallen mir die zahlreichen Jogger und Radsportler auf, welche von den wärmenden Strahlen der Februarsonne auf die gut ausgebauten Lauf- und Fahrradstrecken gelockt werden.

Die frische Meeresbrise weht in mein geöffnetes Visier und bei einem aufkommenden Glücksgefühl bemerken meine Lippen ihren salzigen Geschmack. Und so fahre ich unvermittelt auf einen leeren Parkplatz, halte an und höre das rauschende Meer, das sich in den Felsen bricht.

Bizarre Felsen formte das nimmermüde Meer und lassen der Fantasie jegliche Freiheit, ein Tier oder ein anderes Wesen darin zu sehen. Auf einem Felsvorsprung kämpfen zwei Männer ihren ganz eigenen Kampf mit dem Meer und werfen kraftvoll die schweren Bleigewichten ihrer Angeln hinaus in die tobenden Wellen der meterhohen Brandung.

Immer wieder zweigt eine kleine Straße ab, die zu einem Strandabschnitt mit Sandstrand führt. Die Größe der verlassenen Parkplätze zeugt von dem Massenansturm strandhungriger Lissaboner, die der drückenden Hitze des Sommers ihrer Stadt entkommen wollen. Jetzt sind die Zahlhäuschen verrammelt und am Strand tummeln sich neben Schwärmen von immerhungrigen Möwen nur vereinzelt barfußlaufende Winterfrischler.

Ein Blick auf die weiterführende Küstenlinie verspricht eine noch spannende Fahrt zum Cabo da Roca. Die Landstraße führt in vielen Kurven durch Wälder von Schirmkiefern, in deren ausladende Schatten hin und wieder Rastplätze den Autotourist zur Pause einladen.

Diese kurvigen Strecken sind für den Motorradfreund ein wahrer Schmaus. So knattere ich mit der 650 GS beschwingt von einer S-Kurve in die nächste und hätte um ein Haar die Abfahrt zum Cabo da Roca übersehen.

Die Namen der Gaststätten und auch die Miniaturleuchttürme der kleinen Geschäfte weisen den weiteren Weg und es sind tatsächlich nur noch wenige Kilometer Fahrstrecke.

Nach einer gewaltigen Linkskurve baut sich direkt vor mir ein Leuchtturm mit seinen Versorgungsgebäuden auf. Diesen Moment will ich natürlich dokumentarisch festhalten und fahre umgehend rechts ran.

Nun sind es nur noch ein paar Meter und dann befinde ich mich tatsächlich am westlichen Punkt vom kontinentalen Europa. Auf einer Tafel sind die genauen Koordinaten geschrieben:
38° 47’ nördlichen Breitengrad und
9° 30’ westlicher Längengrad.

Das ist sogar westlicher als Cabo Sao Vincente, der an der Algarve mit den Koordinaten 37° 04’ nördlicher Breite und 8° 57’ westlicher Länge den südwestlichsten Punkt von Kontinentaleuropa markiert.

Der Aussichtspunkt liegt 144 Meter über dem Meer und bietet beeindruckende Blicke auf die raue Felsenküste, in deren steil abfallenden Wänden neben vielen Seevögeln auch diverse Falkenarten nisten.

Der im Jahre 1772 erbaute Leuchtturm steht erhaben auf dem Felsplateau und dient mit seinem weitreichenden Leuchtfeuer noch heute der Schifffahrt als Weg- und Navigationspunkt.

Der Leuchtturm dient aber nicht nur der Schifffahrt als markanter Punkt. Er bietet die pittoreske Kulisse für einen Presse Lauch des neuen Opel Insignia 2.0 BiTurbo CDTI. So bevölkern Dutzende von Autojournalisten den überschaubaren Parkplatz und besprechen lautstark vor laufenden Kameras die neueste Entwicklungsstufe des Dieselmotors.

Müßiggängerisch beobachte ich das Treiben und es drängt sich mir der Eindruck auf, dass viele dieser Journalisten von etwa ganz anderem als der Einmaligkeit des „Twin-Cooler-Systems“  eines Turboladers begeistert sind: Hier hört augenscheinlich das Land auf und es beginnt das Meer.

Bizarre Felsen formte das nimmermüde Meer und lassen der Fantasie jegliche Freiheit, ein Tier oder ein anderes Wesen darin zu sehen.

Zwei Männer kämpfen mit dem Meer und werfen kraftvoll die schweren Bleigewichten ihrer Angeln hinaus in die tobenden Wellen der meterhohen Brandung.

Immer wieder zweigt eine kleine Straße ab, die zu einem Sandstrand führt.

Um ein Haar habe ich die Abfahrt zum Cabo da Roca übersehen.

Nach einer scharfen Linkskurve baut sich direkt vor mir ein Leuchtturm mit seinen Versorgungsgebäuden auf.

Der Leuchtturm dient der Schifffahrt als markanter Punkt.

Der im Jahre 1772 erbaute Leuchtturm steht erhaben auf dem Felsplateau und dient mit seinem weitreichenden Leuchtfeuer noch heute der Schifffahrt als Weg- und Navigationspunkt.

Der Aussichtspunkt liegt 144 Meter über dem Meer und bietet beeindruckende Blicke auf die raue Felsenküste, in deren steil abfallenden Wänden neben vielen Seevögeln auch diverse Falkenarten nisten.