Ein Platz der Stille im kargen und wilden Alentejo lädt Sie ein

Wissenswertes

Steineichen sind treue Freunde

Auf dem Grundstück des Monte Leva Tempo sind zahlreiche Steineichen zu finden. Die Steineiche, lateinisch Quercus Ilex und portugiesich Azinheiras genannt, kommt wie ihre bekannte Schwester, die Korkeiche mit den harten Witterungsbedingungen im Altentejo hervorragend zurecht. Sie ist sowohl gegen Hitze als auch gegen die Kälte sehr widerstandsfähig und kommt mit wenig Regen aus.

Auch die trockenen Böden bieten der Steineiche genügend Nährstoffe und so wächst dieser immergrüne Baum langsam aber stetig zu einem großen, erhabenen und knorrigen Baum.

Eine Steineiche kann ein lange Freundschaft mit der Natur, den Tieren und dem Menschen eingehen, da sie bis zu 500 Jahre alt wir. Breit wölbt sich ihre Krone und spendet dem Unterwuchs viel Schatten.

Die hellgrünen Eicheln werden bis zu 4 cm groß und reifen in den Wintermonaten zu dunkelbraunen Früchten heran. Für die Schafe, Rinder und auch Schwarzen Schweine sind diese Eicheln ein Festmahl. Nur ungern verlassen die einzelnen Tiere „ihre“ Steineiche und wenn, dann sind sie im Sauseschritt zu einer anderen Steineiche unterwegs.

Selbst die Wildschweine haben ihre Lieblings-Steineichen und lassen sich auch durch Zäune nicht von ihrer Lieblingsspeise abhalten. Sie sind sehr nahrhaft und schmecken süßlich.

Die Eicheln der Steineiche können im Gegensatz zu den Eicheln der Korkeiche auch von Menschen gegessen werden. Sogar ein Schnaps, der Bellota, wird von den Eicheln gebrannt und als Digestiv in manchen Lokalen angeboten.

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Ein Olivenbaum als Wohltat für die Seele

Der Olivenbaum ist eine sehr alte Kulturpflanze und wurde in der Antike von den Phöniziern nach Portugal gebracht. Neben dem Haus steht ein solcher Olivenbaum, der schon einige Jahrzehnte alt sein mag.

Im April bis Mai zeigen sich seine weißen Blüten, aus denen sich nach der Befruchtung die Oliven bilden. Die unreifen Oliven sind noch grün, doch in den Wintermonaten zeigt die violette bis schwarze Farbe, dass sie reif sind. Die Vögel freuen sich bereits auf die reiche Ernte und laben sich tagelang an den reifen Oliven.

Der Olivenbaum ist perfekt an die Hitze und Trockenheit angepasst. So haben die immergrünen Blätter an der Unterseite kleine Härchen, die den Baum vor dem Austrocknen schützen.

Unter diesem Olivenbaum zu sitzen, den Blick in die Weite des Alentejos schweifen zu lassen und einen erfrischenden Wind zu verspüren, verspricht eine Wohltat für die Seele zu werden.

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Mertolengas in der Mittagshitze

In der Nachbarschaft steht eine Herde von Mertolengas. Diese Rinderrasse ist  im Alentejo heimisch. Mertolengas sind zäh, widerstandsfähig und trotzen der Hitze. Sie sind gut angepasst und finden ihr Futter auf dem steinigen und kargen  Boden des Alentejos. Als Fleisch-Rinderrasse werden sie in kleinen Herden gehalten und vermehren sich natürlich.