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In den Gassen von Tanger

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„Meine Damen und meine Herren“, mit diesen Worten beendete Achmed beinahe jeden seiner Sätze. Achmed war der einheimische Touristenführer, der eine kleine Gruppe von deutschsprachigen Tagesausflüglern durch die Gassen von Tanger geleitete.

Achmed machte seine Sache sehr gut. Deutsch hat er in der Schule gelernt und darauf war er sehr stolz. Mit Stolz erfüllte ihn auch sein Land, seine Stadt, seine Heimat. Gekleidet in der landestypischen Art schleuste er uns durch die vielen kleinen Gassen, schmalen Hausdurchgängen und nicht mehr nachvollziehbaren Abkürzungen.

Im Sauseschritt sah ich eine Welt, wie ich sie bisher nicht erlebt hatte. Aufgrund des Ramadans waren viele Geschäfte geschlossen und die meisten Türen verriegelt. Dadurch bot sich in den Gassen ein meist menschenleeres Bild.

Nur gelegentlich huschten Frauen mit ihren Einkäufen über die sauberen Pflaster oder ein einsamer Mann beäugte gelassen auf dem Stuhl sitzend die staunenden Europäer.

Und nur sporadisch öffnete ein Krämer seinen Laden um die Menschen mit den notwendigsten Lebensmittel zu versorgen. Diese Ruhe verstärkte sich durch die aufkommende Mittagshitze  des Augustes. Am frühen Nachmittag fanden sich nur in den größeren Geschäftsstraßen Menschen ein, wobei die neugierigen Tagestouristen das Gros ausmachten.

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