Ein Platz der Stille im kargen und wilden Alentejo lädt Sie ein

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Panoramabild von Lissabons Altstadt Alfama

Lissabon-Alfama©Dr. Ralf Hettich

Ein Panoramabild von Lissabons Altstadtviertel Alfama. Klicken Sie einfach auf das Bild und betrachten Sie die Vergrößerung.

Diese Panoramafotografie können Sie bei mir auch erwerben. Das Bild mit den Maßen 22 x 110 cm kostet 75 Euro inclusive Verpackung und Versand (Deutschland). Schreiben Sie mir einfach eine Mail an info@ralfhettich.de


Leuchttürme weisen Schiffen den Weg nach Lissabon


Graue Tage in Lissabon

Der Ausläufer eines atlantisches Tiefs beschert Lissabon einen wolkenverhangenen Himmel und kühle Temperaturen. Starke Winde werden begleitet von Sprühregen und verlangen von dem wissbegierigen Touristen eine wetterfeste Bekleidung und viel Geduld bei der dokumentarischen Bildgestaltung. Doch dank moderner Aufnahmetechniken gelingt es dem Fotograf immer wieder, die grauen Tage in Lissabon mit Farbtupfern zu verschönern.

Zum Anschauen einfach auf ein Bild klicken und schon startet das Fotokarusell.


Ein Motorradtrip zum westlichsten Punkt vom kontinentalen Europa

„Aqui… onde a terra se acaba e o mar comeca“ – hier… wo die Erde aufhört und das Meer beginnt –  beschrieb schon Luiz de Camoes den Cabo da Roca.

Dieser Felsen gilt als der westlichste Punkt des kontinentalen Europas. Da klingeln einem studierten Geograph wie mir natürlich alle Glocken des Wissenwollens. Und so nehme ich dies als ein willkommene Gelegenheit von Lissabon aus, eine Motorradtour an die Westküste von Nordportugal zu starten.

An einem frühen Samstagmorgen gehen die Lissaboner wohl noch anderen Tätigkeiten nach, denn die Straßen sind wie leergefegt. Selbst die Prachtstraße Avenida de Liberdade, die ihre französischen Schwester Avenue des Champs-Élysées in punkto Schönheit bei weitem übertrifft, befindet sich noch im Morgenschlaf und die Ampeln sind auf Dauergrün geschaltet.

Entlang dem Tejo deuten die vielen Bars und Restaurants von einem aktiven Nachtleben, doch nun sind sie verschlossen und rüsten sich still und leise für die kommende Nacht.

Diese Ruhe überträgt sich rasch auf mich und so fällt es mir leicht, mit einer angenehmen Reisegeschwindigkeit die Uferstraße des Tejos zu genießen. Nach ein paar Kilometern öffnet sich die Mündung des Tejos und das offene Meer zeigt sich von seiner schönsten Seite.

Vereinzelt liegen draußen Frachter vor Anker und warten ungeduldig auf einen Ruf der Hafenmeisterei zur Löschung der Ladung.

Immer wieder fallen mir die zahlreichen Jogger und Radsportler auf, welche von den wärmenden Strahlen der Februarsonne auf die gut ausgebauten Lauf- und Fahrradstrecken gelockt werden.

Die frische Meeresbrise weht in mein geöffnetes Visier und bei einem aufkommenden Glücksgefühl bemerken meine Lippen ihren salzigen Geschmack. Und so fahre ich unvermittelt auf einen leeren Parkplatz, halte an und höre das rauschende Meer, das sich in den Felsen bricht.

Bizarre Felsen formte das nimmermüde Meer und lassen der Fantasie jegliche Freiheit, ein Tier oder ein anderes Wesen darin zu sehen. Auf einem Felsvorsprung kämpfen zwei Männer ihren ganz eigenen Kampf mit dem Meer und werfen kraftvoll die schweren Bleigewichten ihrer Angeln hinaus in die tobenden Wellen der meterhohen Brandung.

Immer wieder zweigt eine kleine Straße ab, die zu einem Strandabschnitt mit Sandstrand führt. Die Größe der verlassenen Parkplätze zeugt von dem Massenansturm strandhungriger Lissaboner, die der drückenden Hitze des Sommers ihrer Stadt entkommen wollen. Jetzt sind die Zahlhäuschen verrammelt und am Strand tummeln sich neben Schwärmen von immerhungrigen Möwen nur vereinzelt barfußlaufende Winterfrischler.

Ein Blick auf die weiterführende Küstenlinie verspricht eine noch spannende Fahrt zum Cabo da Roca. Die Landstraße führt in vielen Kurven durch Wälder von Schirmkiefern, in deren ausladende Schatten hin und wieder Rastplätze den Autotourist zur Pause einladen.

Diese kurvigen Strecken sind für den Motorradfreund ein wahrer Schmaus. So knattere ich mit der 650 GS beschwingt von einer S-Kurve in die nächste und hätte um ein Haar die Abfahrt zum Cabo da Roca übersehen.

Die Namen der Gaststätten und auch die Miniaturleuchttürme der kleinen Geschäfte weisen den weiteren Weg und es sind tatsächlich nur noch wenige Kilometer Fahrstrecke.

Nach einer gewaltigen Linkskurve baut sich direkt vor mir ein Leuchtturm mit seinen Versorgungsgebäuden auf. Diesen Moment will ich natürlich dokumentarisch festhalten und fahre umgehend rechts ran.

Nun sind es nur noch ein paar Meter und dann befinde ich mich tatsächlich am westlichen Punkt vom kontinentalen Europa. Auf einer Tafel sind die genauen Koordinaten geschrieben:
38° 47’ nördlichen Breitengrad und
9° 30’ westlicher Längengrad.

Das ist sogar westlicher als Cabo Sao Vincente, der an der Algarve mit den Koordinaten 37° 04’ nördlicher Breite und 8° 57’ westlicher Länge den südwestlichsten Punkt von Kontinentaleuropa markiert.

Der Aussichtspunkt liegt 144 Meter über dem Meer und bietet beeindruckende Blicke auf die raue Felsenküste, in deren steil abfallenden Wänden neben vielen Seevögeln auch diverse Falkenarten nisten.

Der im Jahre 1772 erbaute Leuchtturm steht erhaben auf dem Felsplateau und dient mit seinem weitreichenden Leuchtfeuer noch heute der Schifffahrt als Weg- und Navigationspunkt.

Der Leuchtturm dient aber nicht nur der Schifffahrt als markanter Punkt. Er bietet die pittoreske Kulisse für einen Presse Lauch des neuen Opel Insignia 2.0 BiTurbo CDTI. So bevölkern Dutzende von Autojournalisten den überschaubaren Parkplatz und besprechen lautstark vor laufenden Kameras die neueste Entwicklungsstufe des Dieselmotors.

Müßiggängerisch beobachte ich das Treiben und es drängt sich mir der Eindruck auf, dass viele dieser Journalisten von etwa ganz anderem als der Einmaligkeit des „Twin-Cooler-Systems“  eines Turboladers begeistert sind: Hier hört augenscheinlich das Land auf und es beginnt das Meer.

Bizarre Felsen formte das nimmermüde Meer und lassen der Fantasie jegliche Freiheit, ein Tier oder ein anderes Wesen darin zu sehen.

Zwei Männer kämpfen mit dem Meer und werfen kraftvoll die schweren Bleigewichten ihrer Angeln hinaus in die tobenden Wellen der meterhohen Brandung.

Immer wieder zweigt eine kleine Straße ab, die zu einem Sandstrand führt.

Um ein Haar habe ich die Abfahrt zum Cabo da Roca übersehen.

Nach einer scharfen Linkskurve baut sich direkt vor mir ein Leuchtturm mit seinen Versorgungsgebäuden auf.

Der Leuchtturm dient der Schifffahrt als markanter Punkt.

Der im Jahre 1772 erbaute Leuchtturm steht erhaben auf dem Felsplateau und dient mit seinem weitreichenden Leuchtfeuer noch heute der Schifffahrt als Weg- und Navigationspunkt.

Der Aussichtspunkt liegt 144 Meter über dem Meer und bietet beeindruckende Blicke auf die raue Felsenküste, in deren steil abfallenden Wänden neben vielen Seevögeln auch diverse Falkenarten nisten.


Ein Hauch von Sehnsucht weht in den Straßen von Lissabon

Sie können Lissabon, diese wunderschöne Stadt am Tejo, auf verschiedene Weisen für sich entdecken. Als Tagestourist mit einem begrenzten Zeitbudget eignen sich hervorragend die roten und gelben oben-ohne Doppeldecker, die im hektischen Großstadtverkehr mitschwimmen und Sie zu den monumentalen, historischen und bekanntesten Plätzen von Lissabon bringen.

Mit einem Tagesticket können Sie nach Lust und Neugier das schwankende Schiff verlassen, sich umsehen, viele Erinnerungsfotos knipsen, sich bei Bedarf wieder als Trittbrettfahrer hinaufschwingen und das nächste touristisch lohnenswerte Zwischenziel ansteuern. So können Sie Lissabon in 4 Stunden erkunden und vielleicht ein bisschen lieben lernen – vielleicht.

Für den eigenständigen Reisenden bietet sich die Metropolitana (kurz Metro) an, um direkt in den Bauch von Lissabon zu gelangen. Für überschaubare 1,75 Euro kaufen Sie nicht nur eine Fahrt sondern auch eine wiederaufladbare Karte, die Sie beim nächsten Trip wieder verwenden können und sogar 50 Cent pro Zahlung einsparen.

Die blaue oder die grüne Metrolinie bringt Sie zur Haltestelle „Baixa-Chiado“, bei der Sie den Ausgang  Largo do Chiado nehmen. Damit Sie Ihr läuferisches Vermögen nicht gleich am Anfang verpulvern, rate ich Ihnen eindringlich die Rolltreppen zu benutzen. In langen, steil nach oben führenenden Röhren rattern unermüdlich vier Rolltreppen, die Sie über 42 Meter hoch mitten ins Herz von Lissabon bringen.

Noch ein paar Stufen, die Sie nun ausgeruht überwinden können, und Sie finden sich in dem wuseligen und lebendigen Viertel Bairro Alto. Auf diesem steilen Hügel fühlen Sie mit jedem Schritt den klopfenden Puls einer Stadt, in der Kultur, Kunst, Historie und Zukunft einen munteren Tanz aufführen.

Dieses Viertel hoch oben dem Fluss Tejo gilt als Hochburg der Dichter und Künstler. Gleich auf dem Platz bezeugt eine hochragende Statue von Luiz de Camoes diese Verbindung. In den umliegenden zahlreichen Antiquariaten können Sie vielleicht ein in Leder gebundenes Exemplar vom Nationalepos der Lusiaden finden, als deren Schöpfer Luis de Camaoes gilt.

Sie dürfen sich aber nicht allzu sehr der vergeistigten Welt hingeben, denn das Rumpeln und Quietschen, welches Ihr Unterbewusstsein wahrnimmt, ist Wirklichkeit und deutet auf höchste Lebensgefahr hin. Der Lärm entstammt einer elektrisch betriebenen Tram, der Eléctricos, die mit einem Affenzahn die enge Gasse hinunterfegt und dem geistig abwesenden Müßiggänger gefährlich nahe kommen kann.

Diese altertümlich erscheinenden Vehikel sind für den fußfaulen Entdecker eine günstige Möglichkeit die Straßen von Lissabon kennen und lieben zu lernen. Im Bairro Alto ist die Straßenbahnlinie 28 zuhause. Sie können jederzeit einsteigen und sich ein paar hundert Meter mitnehmen lassen. Wenn Sie von dem Gequetsche und Geschubse in der Eléctrico zuviel haben, steigen Sie einfach wieder aus.

Gehen Sie dann leichten Fußes ein paar Schritte, werden Sie an jeder Straßenecke von den steilen Gassen in Bann gezogen. Immer wieder können Sie im Hintergrund das glitzernde Wasser des Tejos entdecken. Und insgeheim freuen Sie sich, dass Sie keine Einkäufe oder andere schwere Lasten durch die Gegend schleppen müssen.

Eine große Hilfe bei der Überwindung dieser Höhenmeter ist die elektrisch betriebene Steilbahn Ascensor da Bica. Sie führt vom Ufer des Tejos hinauf zu den Wohnungen in den alten und heruntergekommenen Häusern.

Viele dieser alten Gemäuer haben schon Jahrhunderte auf dem Buckel und bieten selten die modernen Annehmlichkeiten wie etwa beheizte Räume und fließendes Wasser. Die Fassaden zeigen sich in einem trostlosen Braun und die putzigen Balkone aus Eisen sind schlicht dem Rost anheim gefallen und werden wohl nur noch durch Erinnerungen an bessere Zeiten zusammengehalten.

Mit etwas Glück finden Sie zu dem Miradouro de Santa Catarina, einem Aussichtspunkt, der besonders in der abendlichen Sonne stimmungsvolle Blicke auf die Dächer von Lissabon bietet. Die warmen Farben lassen die Häuser und Gebäude rötlich erleuchten.

Und in diesen Momenten spüren Sie ganz deutlich den Hauch der Sehnsucht, der in den Straßen von Lissabon weht.

Die blaue oder die grüne Metrolinie bringt Sie zur Haltestelle „Baixa-Chiado“

Das Viertel Bairro Alto gilt als Hochburg der Dichter und Künstler. Gleich auf dem Platz bezeugt eine hochragende Statue von Luiz de Camoes diese Verbindung.

Eine Tram der Linie 28 fegt mit einem Affenzahn die enge Gassen hinunter und kommt dem geistig abwesenden Müßiggänger gefährlich nahe.

Sie können jederzeit einsteigen und sich ein paar hundert Meter mitnehmen lassen. Und wenn Sie von dem Gequetsche und Gezerre in der überfüllten Electrico zuviel haben, steigen Sie einfach wieder aus.

Die Straßenbahnlinie 28 führt durch das Bairro Alto und überwindet teilweise 113 Promille Steigung.

An jeder Straßenecke des Barrio Alto werden Sie von den steilen Gassen in Bann gezogen.

Insgeheim können Sie sich freuen, dass Sie keine Einkäufe oder andere schwere Lasten durch die Gegend schleppen müssen.

Treppab, treppauf. Hier benötigen Fußgänger eine gute Kondition.

Immer wieder können Sie im Hintergrund das glitzernde Wasser des Tejos entdecken.

Eine große Hilfe bei der Überwindung der Höhenmeter ist die elektrisch betriebene Steilbahn Ascensor da Bica.

Sie führt vom Ufer des Tejos hinauf zu den Wohnungen in den alten und heruntergekommenen Häusern.

Sie führt vom Ufer des Tejos hinauf zu den Wohnungen in den alten und heruntergekommenen Häusern.

Die Fassaden der alten Gemäuer zeigen sich in einem trostlosen Braun und die putzigen Balkone aus Eisen sind schlicht dem Rost anheim gefallen und werden wohl nur noch durch Erinnerungen an bessere Zeiten zusammengehalten.

Mit etwas Glück finden Sie zu dem Miradouro de Santa Catarina, einem Aussichtspunkt, der besonders in der abendlichen Sonne stimmungsvolle Blicke auf die Dächer von Lissabon bietet.

Die warmen Farben lassen die Häuser und Gebäude rötlich erleuchten.

In diesen Momenten spüren Sie ganz deutlich den Hauch der Sehnsucht, der in den Straßen von Lissabon weht.